Ishta Devata

Die „persönliche Gottheit“ im Hinduismus

In Indien ist es weit verbreitet, Gott (oder das Göttliche) in Form einer speziellen, persönlich bevorzugten Gottheit zu verehren und anzubeten. Diese spezielle Gottheit wird „Ishta Devata“ (sanskrit, „verehrte Gottheit“) genannt.

Der persönliche Ishta Devata soll in allen Lebenslagen, vor allem natürlich in den schwierigen, unterstützend und leitend wirken. Vor allem soll die Verehrung des Ishta Devata die Erlangung von Moksha ermöglichen, die endgültige Befreiung von Täuschung, Illusion und dem Rad der Wiedergeburten.

Sehr gerne wird einer der Avatare Vishnus als Ishta Devata verehrt, denn Vishnu, der Gottesaspekt der Erhaltung, steht ganz besonders mit der Erlangung von Moksha in Verbindung. In seinen Erscheinungsformen (Avataren) symbolisiert er den Erhalter des Dharma, die (ge)rechte Ordnung im Kosmos und im Menschen. Die Avatare Vishnus werden den neun Planeten des vedischen Horoskops wie folgt zugeordnet.

Ermittlung des Ishta Devata im Horoskop

Mit Hilfe des Navamshas D-9 kann der Ishta Devata eines Menschen ermittelt werden.

Dazu stellen wir zunächst den Atmakaraka fest und suchen seine Stellung im Navamsha D-9. Das Zeichen, in dem sich der Atmakaraka im Navamsha befindet, nennt man Karakamsha.

Im 12. Haus des Karakamshas im Navamsha findet man den Ishta Devata. Liegt der Karakamsha in einem weiblichen Zeichen, werden die Zeichen im Uhrzeigersinn gezählt. Das 12. Haus des Zeichens Stier liegt dann in Zwillinge.

Befindet sich ein Planet im 12. Haus vom Karakmasha gerechnet, wird der ihm zugeordnete Avatar Vishnus zum Ishta Devata.

Befinden sich mehrere Planeten im 12. Haus vom Karakamsha, so ist der stärkste von ihnen der Ishta Devata.

Ist das 12. Haus leer, so wird der Häuserherrscher zum Ishta Devata.

Mantra für die Avatare Vishnus

Weitere Ishta Devata

Als Ishta Devata können nicht nur die Avatare Vishnus ausgewählt werden, sondern auch andere Gottheiten, beispielsweise: