Planetare Beziehungen

Eigenschaften und Beziehungen der Planeten

Je nach Charakter und Eigenschaften der Planeten stehen diese in bestimmten Beziehungen zueinander. Sie bilden untereinander Freund- oder Feindschaften, oder sie verhalten sich neutral zueinander. Es ist äußerst wichtig, diese Beziehungen der Planeten untereinander bei einer Horoskopdeutung genau zu berücksichtigen. Von ihnen hängt zum Beispiel die Bewertung der Aspekte ab.

Natürliche Eigenschaften – Wohltäter/Übeltäter

Planeten verhalten sich aufgrund ihrer grundlegenden Natur als Wohl- oder als Übeltäter. Übeltäter beeinträchtigen und verletzen die Lebensbereiche, die sie beeinflussen, während Wohltäter einen verbessernden und stärkenden Einfluss ausüben.

Saturn wird als Übeltäter gesehen, da er die von ihm beeinflussten Themen verzögert und trennend wirkt. Mars ruft Brüche, Unfälle und Konflikte hervor. Die Sonne wirkt ebenfalls trennend. Rahu wirkt ähnlich wie Saturn verzögernd und trennend, und zwar durch Unwissenheit, Unachtsamkeit und intensive Sehnsüchte. Ketu wirkt verschleiernd und dadurch zerstörend.

Jupiter ist ein Wohltäter, da er Glück, Expansion und Überfluss vermittelt. Venus bietet Komfort, Annehmlichkeiten und Luxus.

Merkur ist ein veränderlicher Planet. je nachdem, welche Planeten ihn beeinflussen, wirkt er als Wohl- oder Übeltäter.

Der zunehmende Mond wirkt wohltuend, da sein Wahrnehmungsvermögen durch die Strahlen der Sonne erleuchtet ist. Entsprechend ist der abnehmende Mond nachteilig, da das Wahrnehmungsvermögen eingeschränkt ist.

Funktionelle Eigenschaften

Abgesehen von den natürlichen Eigenschaften der Planeten agieren sie auch temporär oder funktionell als Wohl- oder Übeltäter, abhängig davon, welche Häuser sie in einem Horoskop beherrschen.

Aufgrund dieses Umstands legt der Aszendent eines Horoskops fest, welche Planeten einen positiven, nachteiligen oder neutralen Einfluss ausüben. Die Übersicht der Häuserherrscher jedes Aszendenten gibt einen Überblick, welche Planeten bei jedem Aszendenten als Wohl- oder Übeltäter fungieren.

Planeten in Erhöhung und Schwäche

Die Planeten stehen in unterschiedlicher Beziehung zu den Zeichen, die sie im Zodiak durchlaufen. In manchen Zeichen fühlen sie sich sehr wohl, in anderen weniger. Entsprechend können ihre guten oder weniger guten Eigenschaften zum Ausdruck kommen.

Am stärksten wirkt ein Planet im Zeichen seiner Erhöhung, dann folgt das Moolatrikona und danach das Zeichen, das der Planet beherrscht. Im Zeichens seines Falls (Debilitation) ist ein Planet am schwächsten.

Permanente Beziehungen der Planeten untereinander

Die Beziehungen der Planeten untereinander sind nicht immer gleich geartet. So ist zum Beispiel der Mond (Gefühle, Gestimmtheit) ein Freund zu Merkur (Intellekt, Unterscheidungsvermögen). Merkur erwidert diese Freundschaft jedoch nicht, er sieht im Mond einen Feind.

Temporäre Beziehungen der Planeten

Abhängig von der Stellung der Planeten in einem jeweiligen Horoskop gehen diese wiederum vorübergehende Beziehungen untereinander ein.

Kombinierte Freund- und Feindschaften der Planeten

Kombinieren wir die permanente und temporäre Beziehung zweier Planeten untereinander, erhalten wir die für ein jeweiliges Horoskop gegebene Beziehung der Planeten untereinander.

Befindet sich ein Planet weder im Zeichen seiner Erhöhung, seines Falls, seinem Moolatrikona oder eigenen Zeichen, so ermitteln wir anhand des kombinierten Zustands, ob er sich im Zeichen eines Freundes, eines guten Freundes, eines Feindes oder gar großen Feindes befindet, oder ob er neutral in einem Zeichen steht. Daraus können wir die Stärke/Schwäche eines Planeten ableiten: