Sting

Der Traum der blauen Taube

So lonely, Walking on the Moon, Message in a Bottle, Every Breath you Take… wer kennt sie nicht, diese unvergesslichen Songs der Gruppe The Police? Kopf und Motor dieser Drei-Mann-Truppe war Gordon Matthew Sumner, besser bekannt unter seinem Spitznamen STING.

Rashi D1 + Vimshottari (siderisch)

Es kursieren zwei Geburtszeiten: 1.30 Uhr gemäß Astrodatabank und 2.27 Uhr nach Aussage von Tom Hopke aka Nalini*), der Sting nach eigener Aussage einmal astrologisch beraten habe. Ich entscheide mich daher für Nalinis Geburtszeitangabe, auch weil mir ein Pluto am AC für einen Mann mit so lang anhaltender Berühmtheit nicht unpassend erscheint.

Der siderische Aszendent liegt im Zeichen Krebs mit dem Mond im 3. Haus gemeinsam mit dessen Herrscher Merkur in Erhöhung. Eine sehr vorteilhafte Stellung. Das 3. Haus hängt in der indischen Astrologie mit der Kunst zusammen, insbesondere mit Schauspielerei, Musik und Tanz. Mit vier Planeten nimmt dieser Bereich entsprechend großen Raum in Stings Leben ein, und besonders AC-Herrscher Mond und der starke Merkur zeigen musikalisches Talent. Gegenüber im 9. Haus steht Jupiter. Er ist für den Krebs-AC ein sehr vorteilhafter Wohltäter, der hier stark da rückläufig, im eigenen Zeichen und im Glück bringenden 9. Haus steht. Er stärkt durch seine Aspekte das 1. Haus, das 3. Haus und das 5. Haus, welches ebenfalls mit kreativem Potential in Verbindung steht.

Glücklicherweise erlebte Sting zwischen 23 und 39 Jahren ein Jupiter Maha Dasha, wodurch er in den Genuss der Versprechungen dieses starken Jupiters gekommen ist.

Zunächst wurde er Lehrer für Englisch und Musik, wie es sich für einen starken Jupiter, noch dazu im 9. Haus und dem gegenüberliegenden betonten 2. Haus gehört. Nebenbei spielte er in einigen Jazz-Formationen Bass. Als während des Jupiter Maha Dashas das Jupiter Bhukti von Saturn Ende 1976 abgelöst wurde, traf Sting auf Musikerkollegen, mit denen er die Band The Police bildete. Ihre Musik war von der damaligen Punk-Welle beeinflusst, aber auch von Reggae und Ska-Musik. Während des Saturn- und des darauffolgenden Merkur-Bhuktis wurde die Band weltberühmt.

1985 trennten sich die Mitglieder, um an Solo-Projekten weiter zu arbeiten, und es erscheint Stings erste Solo-LP „The Dream of The Blue Turtle“. Darin verabschiedete sich Sting von Punk und Reggae-Einflüssen und konzentrierte sich wieder mehr auf den Jazz. Der Erfolg war durchschlagend, wie es das Sonnen-Bhukti versprach. Es kam in dieser Zeit auch eine neue Seite von ihm zum Vorschein: politisches, ökologisches und soziales Engagement. Ende der 80er Jahre engagierte er sich mit seiner Lebensgefährtin u.a. in einem Regenwaldprojekt.

Ende 1990 kam dann der Wechsel vom Jupiter in das Saturn Maha Dasha. Saturn steht im 3. Haus, es ist also weiterhin dieser Lebensbereich betont und damit der Erfolg in Musik und Schauspielerei. Aber es fehlt die Jupiter-Note, das Charisma, in gewisser Weise auch der spirituelle Ansatz. Er kommt in den Werken ab 1991 längst nicht mehr so zur Geltung wie noch in den 80er Jahren. Zu Beginn des Saturn-Bhuktis heiratet er seine langjährige Freundin, mit der er vier Kinder hat. Saturn ist Herrscher des 7. Hauses. Aus seiner ersten Ehe stammen zwei Kinder. Dieser Kinderreichtum ist auch ein passendes Bild für den starken Jupiter, der bekanntlich Signifikator für Kinder ist.

2009 wird Sting in ein Merkur Maha Dasha eintreten, das 3. Haus bleibt also weiterhin prominent ausgelöst und damit ihm der berufliche Erfolg sicher.

Im Januar 2007 gibt Sting ein Comeback der Band „The Police“ bekannt. Es sollen bereits im Sommer 2007 Konzerte stattfinden. Ab März 2007 wird sich Sting passenderweise in einem Saturn/Jupiter-Dasha befinden, eine Art Neuauflage des ab 1977 so erfolgreichen Jupiter/Saturn-Dashas, allerdings unter dem Vorzeichen Saturns. Nach über 17 Jahren wird Jupiter wieder seinen überaus wohltuenden Einfluss auf Sting ausüben und wir dürfen auf die musikalischen Ereignisse gespannt sein.

*) Tom Hopke „Nalini“: The Divine Path of Prediction, I See Publishing

© B. Braun (2007)