Eklipsen (Finsternisse)

Sonnen- und Mondfinsternisse

Astronomische Zusammenhänge

Alle vier Wochen ereignet sich ein Vollmond bzw. Neumond. An Vollmond steht die Erde zwischen Sonne und Mond – astrologisch eine Opposition, während der wir den von der Sonne hell angestrahlten Mond bewundern können. An Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne, er reflektiert daher kein Licht auf die Erde und ist unsichtbar. Astrologisch gesehen stehen Sonne und Mond dann in Konjunktion.

Etwa viermal im Jahr jedoch hat es mit dem Voll- und Neumond eine besondere Bewandtnis. Stehen nämlich Sonne, Mond und Erde in einer waagerechten Linie, so ist bei Vollmond die Erde in der Lage, ihren Schatten auf den Mond zu werfen und eine Mondfinsternis findet statt. Stehen die drei in einer Linie bei Neumond, so verdeckt der Mond die Sonne: eine Sonnenfinsternis.

Diese Anordnung von Sonne, Mond und Erde findet immer dann statt, wenn der Mond während eines Voll- oder Neumondes sich auf der Höhe der Erdbahn um die Sonne befindet. Das heißt, wenn der Mond dort steht, wo sich die Bahn der Erde um die Sonne und die Bahn des Mondes um die Erde schneiden. Dieser Schnittpunkt heißt Mondknoten. Es gibt zwei Schnittpunkte: der eine, wenn der Mond von unterhalb/südlich der Erdbahn nach oberhalb/nördlich aufsteigt. Er wird Nordknoten, aufsteigender Mondknoten, Drachenkopf bzw. Rahu genannt. Der andere ist dort, wo der Mond von oberhalb/nördlich der Erdbahn nach unterhalb/südlich absteigt. Dies ist der absteigende Mondknoten, Südknoten, Drachenschwanz oder Ketu.

Ben-Zin (Wikipedia)

Nur an den Punkten 1 und 4 kann eine Mondfinsternis entstehen, bei 2 und 3 eine Sonnenfinsternis.
An allen anderen Positionen zieht der Mond über oder unter der Ekliptik vorbei.

Diese Phänomene waren bereits den Menschen der Stein- und Bronzezeit bekannt, wie wir zum Beispiel von den imposanten Megalith-Bauwerken Stonehenge oder Callanish wissen. Auch in Indien waren diese Zusammenhänge natürlich bekannt.

Sonnen- und Mondfinsternisse sind machtvolle Ereignisse, sie wirken sich sogar messbar auf das Magnetfeld der Erde aus. Zuweilen fallen sie zeitlich zusammen mit Naturkatastrophen, z.B. Sturmfluten, und möglicherweise hängt es mit dieser Koinzidenz zusammen, dass früher Eklipsen als unheilbringend angesehen wurden.

Heute erleben Astrologen in ihrer praktischen Arbeit weiterhin den machtvollen Einfluss von Eklipsen auf unser Leben, sei es im persönlichen Bereich, in der Natur oder sogar auf die Aktienkurse.

Es ist lohnenswert, zunächst einmal die eigenen pränatalen Eklipsen (PNE) festzustellen. Das sind die Sonnen- und Mondfinsternisse, die im Zeitraum zwischen unserer Zeugung und Geburt stattgefunden haben. Die Grade wirken in der Regel wie sensitive Punkte, die bei Auslösungen oft mit einschneidenden Erlebnissen oder in der Synastrie mit wichtigen Begegnungen zusammenhängen.

Darüber hinaus kann man sich auch die jeweils aktuellen Eklipsen anschauen und untersuchen, ob sie in gradgenauem Aspekt zu einem Horoskopfaktor unserer Radix stehen.

Aufschlussreich ist auch ein Blick in die Ephemeriden um festzustellen, ob sich in den drei Monaten nach unserer Geburt eine Eklipse ereignete. Wir erleben sie dann in der Progression.

Eklipsen ab 1950

Tropischer Zodiak (Astroplus)
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