Horoskopvergleich

Der Partnerschaftsvergleich kann nicht anzeigen, ob zwei Menschen zusammen passen oder nicht, bzw. ob sie zusammen kommen werden oder nicht. Der Horoskop-Vergleich macht im Grunde nur Sinn in einer bestehenden Partnerschaft, um den Partner und sich selbst sowie die Partnerschaft besser verstehen zu können. Beziehungen bieten zwei Menschen ein Umfeld, in dem jeder für sich und beide Partner gemeinsam wesentliche Entwicklungsschritte gehen können. Auch Beziehungen unterliegen einer Entwicklung (Vier Stufen in Partnerschaften).

In der Praxis bewährt sich für den Vergleich der Horoskope zweier Menschen folgende Vorgehensweise:

1. Kontaktmöglichkeiten/–einschränkungen im jeweiligen Radix feststellen

  • Aspektbild-Erfassung – graphische Struktur, Schwerpunkt/Lagerung/Richtung
  • DU-Raum und Planeten darin
  • DC-Zeichen
  • Persönlichkeitsplaneten
  • Sensitive Planeten, Aspekte, Zeichen- und Hausstellung
  • Untersuchen der Stellung der männlichen und weiblichen Planeten

2. Vergleich zweier Horoskope

  • Besetzung der eigenen Häuser durch Planeten des Partners: Was will der andere von mir?
  • Gegenseitiges Auffüllen von Leerräumen im Häusersystem – Ergänzungen
  • AC-Vergleich (nur wenn gegenüberliegende Zeichen einer Achse)

3. Häuser-Klick-Horoskop

4. Mondknoten-Klick-Horoskop

5. Brückenklick-Horoskop

6. Synastrie (Zeichen-Vergleich)

7. Häuser-Klick-Horoskope

Die Häuserhoroskope der beiden Personen werden so aufeinander gelegt, dass AC auf AC zu liegen kommt. Wir stellen Konjunktionen und Oppositionen der Planeten des einen Horoskops mit denen des anderen fest. Es gelten die gleichen Orben wie in Grundhoroskopen.

Die äußere, sichtbare und bewusste Beziehung. Unmittelbare Zugänge zueinander, gemeinsame Interessen, Abhängigkeiten.

Konjunktions-Klick:
Zugänge zueinander, Berührungspunkte. Gleichschwingen. Gleichheit. Harmonie. Symbiose. Es geschieht etwas gleichzeitig.

Oppositions-Klick:
Zündpunkte, Krisenthemen. Anziehungskraft, aber auch Gegensätze. Polarität. Konflikt, auch Abhängigkeiten (Rollenspiele). Der andere holt Dinge in mir hervor, die ich bisher verdrängt habe.

Günstig sind für eine Partnerschaft ein bis zwei Konjunktionsklicks. Menschen mit vielen blauen und grünen Aspekten im Grundhoroskop suchen regelrecht nach Konjunktions-Klick-Partnern, sie wünschen sich Harmonie und Gleichklang. Je mehr Spannungen und rote Aspekte in einem Horoskop vorhanden sind, umso mehr sucht man den Gegensatz in einer Partnerschaft und damit Oppositions-Klicks.

Vorwiegend Konjunktions-Klicks im Horoskop-Vergleich: harmonische, aber auch „langweilige“ Partnerschaft. Es geht um Gemeinsamkeiten. Sobald sich einer der beiden Partner individualisieren möchte, wird die Beziehung gefährdet. Die Partnerschaft kann dann lähmend, zurück- und festhaltend wirken.

Vorwiegend Oppositions-Klicks im Horoskopvergleich: „Provokationen“, die man durchstehen muss, Krisen, Abhängigkeiten. Intensive Partnerschaft, Trennung und Versöhnung. Die entsprechenden Probleme hat man „nur“ mit diesem Partner.

Wesentlich sind die Klicks von Sonne, Mond, Saturn und dem aufsteigenden Mondknoten. Die Ich-Planeten sollten unbedingt bei Klicks angesprochen sein, zumindest bei jedem Partner einer, ansonsten geschieht in dieser Beziehung für den Partner nichts „Wesentliches“.

Das Hier und Jetzt erleben wir an den Häuserspitzen, Klicks wirken hier sofort. An den Talpunkten ist die Wirkung in der Regel zeitversetzt, nämlich etwas später. Oppositionen an Talpunkten werden z.B. in einer Partnerschaft lange Zeit nicht wahrgenommen, kommen erst viel später hoch und werfen entsprechende Probleme auf.

Am wichtigsten sind Klicks der Hauptplaneten Sonne, Mond und Saturn, da hier das Ich des jeweiligen Partners involviert ist. Klicken Hauptplaneten gegenseitig, liegen oft Rollenspiele vor, die einer Entwicklung oder Wandlung bedürfen. Die Partner lernen aneinander zu werden, wer sie sind. Klickt ein Hauptplanet mit einem anderen Planeten, können daraus bewusste Bindungen oder auch unerfüllte Erwartungen abgelesen werden.

Mondknoten-Klickhoroskop

Die Mondknotenhoroskope der beiden Personen werden so aufeinander gelegt, dass AC auf AC zu liegen kommt. Wir stellen Konjunktionen und Oppositionen der Planeten des einen Horoskops mit denen des anderen fest. Es gelten die gleichen Orben wie in Grundhoroskopen.

Das Mondknoten-Klick-Horoskop zeigt Bindungen im Bereich der Schattenpersönlichkeiten, im tief Unbewussten der Partner. Es geht hier um die innerseelischen Fundamente der Beziehung. Dort ist auch die gemeinsame Berziehungserfahrung aus vergangenen Leben ablesbar, die in das Hier und Jetzt oft reflexhaft hineinwirken kann. So können plötzliche, scheinbar unbegründete Vertrautheit oder Déjà-vu-Erlebnisse durch Konjunktions-Klicks in den Mondknotenhoroskopen angezeigt sein.

Klicks der Hauptplaneten untereinander weisen auf alte, fest eingefahrende automatische Rollenspiele und Entwicklungsthemen hin. Generell sind Mondknoten-Horoskop-Klicks unbewusst, zwanghaft und erwecken den Eindruck einer lang bestehenden Verbindung bzw. als müsse etwas miteinander erledigt werden müsse. Deshalb fallen auf dieser Ebene Trennungen oft schwer.

Brückenklick-Horoskope

Hier wird das Häuserhoroskop des einen Partners auf das Mondknotenhoroskop des anderen Partners gelegt. Es existieren daher immer zwei Brückenklick-Horoskope in einer Partnerschaft. Auch hier stellen wir Konjunktionen und Oppositionen fest.

Diese Horoskope zeigen die gegenseitigen unbewussten Projektionen, Erwartungszwänge und Abhängigkeitssysteme in der Partnerschaft, aber auch gegenseitige Stützung und Aktivierung je nach den beteiligten Planeten und Aspekten. Dabei wirkt in der Regel das Mondknotenhoroskop des einen auf das Häuserhoroskop des anderen, d.h. der Partner des Häuserhoroskops entwickelt seine Persönlichkeit durch die Schattenpersönlichkeit des anderen bzw. lernt zum Beispiel durch diese, alte Fähigkeiten zu kultivieren und zu nutzen. Oder die bewusste Persönlichkeit des Häuserhoroskopeigners wird durch Schattenthemen des Mondknotenhoroskop-Inhabers herausgefordert (Oppositionen).

Synastrie

Synastrie (Zeichen-Vergleich) ist der Vergleich zweier Grundhoroskope auf der Ebene der Tierkreiszeichen. Dabei untersuchen wir, welche Planeten des Radix-Horoskops A in Aspekt zu Planeten des Radix-Horoskops B stehen.

Für Konjunktionen und Oppositionen gilt der gleiche Orb wie im eigenen Radix, für alle anderen Aspekte wird der API-Orb um 50 % reduziert. Es können auch einseitige Aspekte entstehen.

Konjunktionen entsprechen einem Gleichschwingen, einer Symbiose oder Verschmelzung.

Oppositionen stellen eine gegenseitige Herausforderung dar: Der eine fordert die Position des anderen heraus, stellt sie in Frage, greift sie möglicherweise an.

Rote Aspekte haben einen aktivierenden Charakter in Beziehungen. Sie können Konflikte, Spannungen und Auseinandersetzungen hervorrufen, aber auch zu gemeinsamen Tun aufrufen. Sie rufen in der Regel Entwicklungsprozesse hervor.

Blaue Aspekte wirken harmonisierend und ausgleichend. In der Regel befinden sich die Partner mit blau aspektierten Planeten wie „auf einer Wellenlänge“. Trigone und Sextile können jedoch auch eine einschläfernde Wirkung hervorrufen oder Langeweile erzeugen.

Grüne Aspekte – insbesondere Quincunx – haben einen Sehnsuchtscharakter. Oft ist hier eine geistige Auseinandersetzung erforderlich und auch möglich.

Bei Aspekten zu Sonne, Mond und Saturn wird das Ich direkt angesprochen, diese Planeten sind am wichtigsten für Selbstbewusstsein, Gefühl und Identitätsempfinden.

Beim Synastrie-Vergleich ist es lohnenswert, die Temperamente/Zeichenstellung der Monde dahingehend zu untersuchen, inwiefern sie ein „Gleichschwingen auf der Gefühlsebene“ ermöglichen oder verhindern.

Gegenseitige Saturn-Aspekte sind in der Regel erforderlich, um einer Verbindung Dauer und Struktur zu verleihen. Sie zeigen oft eine „Nagel-Probe“, ob eine Beziehung dauerhaft sein kann. Saturn schränkt andererseits auch die expansiven Kräfte ein, er ist der Grenz-Setzer und damit in Beziehungen meist nicht gern gesehen.

Venus und Mars betonen erotische Kontakte und sprechen das Selbsterleben (Eigenlibido-Planet) oder innere Suchbild (gegengeschlechtlicher Planet) an. Merkur und Jupiter weisen auf kommunikativen und sinnenhaften Austausch.

Die geistigen Planeten symbolisieren spirituelle Kräfte und Reifungsprozesse, sie werden oft als „karmische“ Komponenten betrachtet. Sie betonen Bereiche in der Beziehung, die durch das Bewusstsein als nicht kontrollierbar erscheinen und daher zu Projektionen verleiten. Sie bringen eine enorme gegenseitige Faszination und ein Gefühl von Schicksalshaftigkeit.

Ähnliches gilt für Mondknoten-Aspekte, die einen Bezug zu früheren Inkarnationen haben können (insbesondere der absteigende Mondknoten) und generell auf wesentliche Lebens-Lern-Erfahrungen und Wachstumsprozesse mit diesem Partner hinweisen.